Die Stressbewältigung

JNotiz auf Computer Tastatur: Pauseede Stresssituation erfordert eine maßgeschneiderte Methode, um angemessen mit ihr fertig zu werden. Geeignete Maßnahmen kann man lernen und in der jeweiligen Situation zur aktiven Entspannung und Stressbewältigung einsetzen.

Überlegen Sie einmal, wie Sie bislang versuchten mit Stress fertig zu werden, bzw. Ihre Leistungsfähigkeit und Ihr Wohlbefinden aufrecht zu erhalten.

Hier legen wir nun das Augenmerk auf die Stressbewältigungsstrategien. Dabei können die Strategien anderer Leute interessante Tipps beinhalten. Einige Beispiele:

  • kurze Pause einlegen
  • joggen
  • abreagieren durch schreien
  • verreisen
  • über Probleme reden
  • Alkohol trinken
  • eine schwierige Aufgabe gut vorplanen

Patentrezepte zur Stressbewältigung gibt es nicht. Eine optimale Stressbewältigung setzt ein umfangreiches und flexibles Repertoire an Bewältigungsstrategien voraus, das dann entsprechend der persönlichen Zielvorstellungen individuell eingesetzt werden kann.

Hier spielt die Individualität eine wichtige Rolle. Was für den Einen funktioniert, kann für den Anderen überhaupt nichts sein. Was im Moment einer Stresssituation wirkt, kann eine halbe Stunde später in einer anderen Stresssituation völlig falsch sein.

Die Tauglichkeit einer Stressbewältigungsstrategie kann nur an ihren kurz- und langfristigen Folgen überprüft werden.

Die angesprochenen Bewältigungsstrategien sind allgemeine Methoden. Da Stress individuell ist, müssen auch die Bewältigungsstrategien individuell angepasst werden. Das heißt, jeder Einzelne muss sich die zu ihm passenden und der Situation angemessenen Methoden aussuchen und anwenden.

Die Stressbewältigung unterscheidet sich in kurzfriste Erleichterungen und langfristige Veränderungen. Beide Bereiche haben verschiedene Strategien:

Kurzfristige Erleichterungen

Spontane Entspannung

Die wohl am meisten bekannte Spontanentspannung ist „die Faust in der Tasche“.

Dabei entsteht die Entspannung durch das kurzfristige (versteckte) starke Ballen der Fäuste und die damit einhergehende Anspannung der Armmuskulatur. Löst man diese Spannung bewusst, bemerkt und fühlt man die angenehme Entspannung der Muskulatur. Hier kann auch das Treppenlaufen genannt werden.

Wahrnehmungslenkung

Denken Sie in der Stresssituation an etwas anderes. Dadurch lenken Sie die Aufmerksamkeit von der stressauslösenden Situation weg. In Folge dessen entfernen Sie sich „geistig“ aus der Situation und geben so dem Erregungsniveau nicht die Möglichkeit weiter zu steigen.

Positive Selbstinstruktion (PSI)

Führen Sie positive Selbstgespräche! Motivieren Sie sich selbst!

Ablenkung

Damit sind gezielte Aktivitäten gemeint, die die Belastung vorübergehend vergessen lassen. Sie machen kurzfristig einfach etwas anderes und konzentrieren sich vollständig auf diese Tätigkeit. Bei dieser Methode geht es darum, Erregungsspitzen zu „kappen“. Dabei dürfen die neuen Aktivitäten natürlich keinen neuen Stress erzeugen.

Langfristige Veränderungen

Die langfristigen Veränderungen (Bewältigungsstrategien) dienen dazu, die Ursachen der Stresssituation zu beseitigen und häufig auftretende oder vorhersehbare Belastungen zu verhindern oder in ihrer Wirkung abzuschwächen.

Neue Kraft tanken !Entspannung

Die muskuläre Entspannung ist eine systematische Entspannung der wichtigsten, willentlich zu beeinflussenden Muskelpartien, wie z.B. der Arme, Beine, Kopf- und Bauchmuskeln. Die Übungen müssen oft durchgeführt werden. Wenn die körperliche Entspannung „auf Kommando“ hervorgerufen werden kann, ist es möglich, in bestimmten Situationen weniger nervös, gereizt, hektisch, aufgeregt und ängstlich zu reagieren. Außerdem kann man sich auf immer wiederkehrende und voraussehbare Belastungssituationen leichter vorbereiten und sich konzentriert und zielstrebig mit der Belastung auseinandersetzen. Teilbereiche der muskulären Entspannung sind im Rahmen der kurzfristigen Erleichterung jederzeit als „Spontanentspannung“ einsetzbar.

Zeitmanagement

„Ich habe leider keine Zeit“ –diese Worte bekommt man in der heutigen schnelllebigen Zeit immer häufiger zu hören. Dabei haben wir heute so viel Freizeit wie nie zuvor. Trotzdem sind Hetze, Termindruck, Unerledigtes und der Wettlauf mit der Uhr Stressoren, die viele von uns betreffen.

Zeit gewinnen und ökonomisch arbeiten heißt:

  • Zeitbewusstsein entwickeln
  • Nie mehrere Ziele gleichzeitig zu erreichen suchen
  • Rangordnung für die anliegenden Arbeiten schaffen
  • Positive Selbst- und Fremdkontrolle schaffen

Systematische Problemlösung

Durch systematisches Überlegen und Planen kann man effektiver als durch zielloses Vorgehen Lösungen für häufig auftretende und starke Stressoren erarbeiten.

Außerdem kann man sich auf zukünftige Belastungen vorbereiten und damit deren unangenehme Wirkungen abschwächen, oder sogar verhindern.

Bei reiflicher Überlegung in entspannter Situation gelingt es oft eher, sich der eigenen Schwachstellen und der eigenen Möglichkeiten bewusst zu werden. Im Stress jedoch machen viele Menschen immer wieder dieselben Fehler.

Viele tragen jahrelang die gleichen Stressoren mit sich herum, ohne sich jemals intensiv mit ihnen auseinanderzusetzen. Vielleicht, weil man keine Zeit hat oder man über eigene Schwächen verärgert ist oder glaubt, dass es eben keine Lösung gibt. Die Neigung, Probleme aufzuschieben oder sie impulsiv und wenig durchdacht in „altbewährter Manier“ zu lösen, ist weit verbreitet. Die Strategie der Problemlösung in sechs Schritten soll im Bereich langfristiger Belastungen – auch rein sachlicher Probleme – ein optimales Verhalten vorbereiten und ermöglichen.

Voraussetzung einer Problemlösung ist zunächst einmal, dass Probleme als ganz normale Bestandteile des Lebens gesehen werden.

Einstellungsänderung

Die Ursache für Stress liegt häufig in uns selbst. Denn unsere Gedanken, Erwartungen und Einstellungen beeinflussen uns in der Bewertung der Umwelt. Wenn man Bewertungen von Stresssituationen hinterfragt, kann man zu den zu Grunde liegenden Einstellungen vordringen. Häufig stellt man dann fest, dass diese Bewertungsmuster die Bewältigung der Situation hemmen oder sogar für das Entstehen von Stress verantwortlich sind.

Es gibt eine ganze Reihe von typischen Merkmalen, die eine selbstschädigende Einstellung kennzeichnen:

Wenn man z.B. glaubt, dass man eine Situation ohnehin nicht bewältigen kann, obwohl objektiv gesehen durchaus Bewältigungsmöglichkeiten vorhanden sind, wird man es auch nicht versuchen. So nimmt man sich die Möglichkeit, vom Gegenteil überzeugt zu werden und erlernt Hilflosigkeit.

Oder wenn man davon überzeugt ist, dass es immer eine perfekte bzw. „noch perfektere“ Lösung gibt, kann man sich mit keiner wirklich zufrieden geben. Derart unrealistische Erwartungen oder eine einzige negative Erfahrung, die verallgemeinert wird (vielleicht war ich tatsächlich einmal zu schnell mit einer Notlösung zufrieden…), erzeugen Stress.

Konfliktfreie Kommunikation

Da es einen nachgewiesenen Zusammenhang zwischen fehlenden Kommunikationsfertigkeiten und erhöhten Stressreaktionen gibt, sind Grundregeln der Gesprächsführung zu beachten, durch deren Anwendung Gespräche weniger stresserzeugend verlaufen und Probleme vermieden werden können.

Zufriedenheitserlebnisse

Zufriedenheitserlebnisse schaffen Ausgleich.

Ein im Zusammenhang mit dem Thema „Stressbewältigung“ oft nicht wichtig genommener Weg ist das Ausüben von Dingen, die Spaß machen und auch langfristig positiv wirken, den Zufriedenheitserlebnissen. Unter Dauerbelastung schränkt man oft Hobbys oder andere angenehme Freizeitaktivitäten ein. Zeit für Muße und Erholung bleibt dann kaum.

So paradox es klingt: Gerade bei Dauerstress müssten wir uns Zeit nehmen für befriedigenden Ausgleich.

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Soziale Geborgenheit gibt Rückhalt.

Freunde in der Not sind wichtig. Bei Dauerstress sind Freunde, Partner und Familienangehörige oft Trostspender. Emotionaler Rückhalt und Geborgenheit in einem sozialen Gefüge helfen bei Stressbewältigung und Erhaltung der Gesundheit. Die Selbstmordrate bei allein stehenden Menschen ist deutlich höher als bei Menschen, die in soziale Gefüge eingebunden sind.

Sozialer Rückzug und Einsamkeit hängen nachweislich mit Stressproblemen zusammen. Einsam sind aber nicht nur unfreiwillige Singles, sondern oft auch so genannte grüne Witwen (isolierte Hausfrauen), die zwar „alles haben“, aber mit ihren Problemen scheinbar ganz alleine sind.

Sie erhielten einen Überblick über die unterschiedlichen Methoden der Stressbewältigung.

Da Stress individuell ist, ist auch der Weg der Bewältigung individuell.

Daher können sie die einzelnen Stressbewältigungsmethoden bei ajamon Consulting intensiv kennenlernen und daraus Ihre Bausteine zur Stressbewältigung zusammenstellen.